Ebenfalls zur Stiftskirchgemeinde gehörig ist die Predigtstätte in der Schloßkapelle Lichtenwalde. Am Ostermontag, dem 24.03.2008, fand die Wiedereinweihung nach umfangreicher Restaurierung statt. Bereits vor nunmehr fast 800 Jahren, also um 1220, wurde hier nicht nur eine Burg, sondern auch diese Kapelle errichtet. Die darin befindliche Orgel wurde 1740 – 1741 von Johann Christoph Gottlob Donati aus Glauchau erbaut und befand sich bis 1960 über dem Altar der Schloßkapelle.

1945 erlitt sie schwere Beschädigungen des Pfeifenwerks und der Mechanik, so dass sie unspielbar wurde. 1960 erfolgte der Ausbau, und sie fand in der Stiftskirche Ebersdorf eine neue Heimat. 1962 erfolgte die Instandsetzung durch die Fa. Hermann Eule/Bautzen und so diente sie bis Mitte 2008 der Ebersdorfer Stiftskirche als Begleit- als auch Konzertinstrument. Im Juni 2008 erfolgte der Rückkauf des Instrumentes durch das Land Sachsen und wurde 2009 wieder in der Schloßkapelle aufgestellt. Danach erfolgte die Restaurierung und Rückbau der Orgel durch die Fa. Vogtländischer Orgelbau Thomas Wolf, Limbach bei Reichenbach, wobei die Disposition weitgehend dem Original entspricht. Das Instrument besitzt zwei Manuale und Pedal mit mechanischer Spiel- und Registertraktur. Es hat 13 klingende Register sowie zwei Zimbelsterne. Die Stimmtonhöhe beträgt 466,20 Hz. etwa anderthalb Ton höher als normal, was insbesondere bei der Auswahl des Liedguts zu berücksichtigen ist. Die Wiedereinweihung der Orgel fand am 10.06.2012 statt.