Frühling, Sommer, Herbst und…

Der Herbst kommt. Mangels Regen sind zwar manche Bäume schon länger bunt beblättert.
Doch nun wird es gänzlich offensichtlich: Die Natur bereitet sich auf die Ruhe vor. Blätter sterben. Die Haut wird kühler…
„Zieht euch warm an, die Kälte greift den Darm an…“ Hautkrebs, Darmkrebs… Kennen Sie jemanden, den´s betrifft…? Mit dem Herbst rückt der Tod in den Blick. Volkstrauertag
am 15. November: Wir denken an die Gefallenen und Opfer in den Kriegen, Tote auf allen Seiten.
Dann, eine Woche später: Der letzte Sonntag des Kirchenjahres. Wie sagen Sie zu diesem
Sonntag: Totensonntag oder Ewigkeitssonntag?
Am 22. November ist es wieder soweit… Wir nehmen das Ende als den neuen Anfang in den Blick.
Übers Jahr ist mein eigener Vater gestorben. Mitte September war´s. Er hatte einen schönen Tod. Selig und schnell. Und wir als Familie können sagen: „Besser im Himmel als im Heim“ – denn mit seiner Parkinsondemenz ging es zuhause nicht mehr mit der Pflege. So ist das manchmal – oder oft. Nun ist er tot. Das war für mich als Kind ein unerträglicher Gedanke: „Papa… tot“. Inzwischen geht´s mir damit deutlich besser.
Denn: Da ist durch den Glauben an Jesus diese Hoffnung in mir dazugekommen; dass der Tod nicht das Ende ist; sondern für meinen Vater – und für mich – das Tor zu etwas ganz Neuem. Sie müssen wissen, das Lieblingslied meines Dads war „Mein Jesus, mein Retter“! Paps, wir sehen uns wieder. Der Tod – ein Advent. Auch der beginnt bald wieder…
Ach, wird das leuchten! Ach, wird das strahlen!
Wenn schon bald hier bei uns,
wie dann erst in der Ewigkeit…!

Hoffnungsvoll grüßt Pfr. Markus Gnaudschun