Blickkontakt halten

Ein neues Jahr hat begonnen. Alles Gute noch für 2023! Gottes Segen sei mit, über, unter, bei Ihnen – der Segen unseres Gottes, der uns sieht. Wie es die Jahreslosung für 2023 sagt: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Der Vers steht

im 1. Buch Mose, Kapitel 16, Vers 13.
Gott sieht mich – das ist schön.
Gott sieht mich an – auch schön.
Gott sieht mir zu – hier wird es knifflig.
Gott sieht mir zu… auch beim Duschen? Und
beim…?

Die Vorstellung, dass Gott alles sieht und immer zuschaut, kann einen in den Wahnsinn treiben. Seien Sie getrost:
Unser Gott hat Anstand. Bleiben wir darum getrost bei dem: „Gott sieht mich, und er sieht mich an.“

Psalm 32 setzt diesem schönen Gedanken noch eine Krone auf. In Vers 8 sagt Gott: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Gott will mir den Weg zeigen, will mich mit seinen Augen führen.

Wie geht das? Im Bild gesprochen: Ich schaue Gott an, halte Blickkontakt, seh ihm in die Augen. Wir verstehen uns ohne Worte. Seine Augen wandern, sehen dahin, wo ich hingehen soll. Er leitet mich mit den Augen.

Kennen Sie das? Die Familienfeier ist in vollem Gange. Oma ist auch zugegen. Als sie kam, war der Enkel noch nicht da.

Papa und Sohn stehen beieinander. Papa sieht seinen Sohn an, nickt ihm kurz zu, und gibt ihm mit den Augen zu verstehen: „Begrüß noch die Oma.“ Vater und Sohn verstehen sich ganz ohne Worte – und die Oma ist glücklich.

Gott, Du bist ein Gott, der mich sieht. Du willst mir den Weg zeigen, den ich gehen soll; du willst mich mit deinen Augen leiten.

Das lateinische Verb für sehen ist videre, wovon sich das Wort Vision ableitet. Wir haben im Mai diesen Jahres eine ganz spezielle Sache vor: Ein VISIONSWOCHENENDE. Es steht unter dem Thema: „Herr, was sollen wir tun…?“ An diesem Wochenende wollen wir – bildlich gesprochen – die Augen Gottes suchen und schauen, wo seine Augen hinwandern, wo sein Blick uns hinleitet.

Kirche hat einen Auftrag. Gottes Mission ist es, das Herz seiner Geschöpfe zu erreichen, dass wieder Beziehung zwischen Gott und seinen Menschen wird.Wir dürfen Gott bei seiner Mission unterstützen. Das ist der Auftrag unserer Segenskirchgemeinde. Dabei ist unser gewählter Name Programm: Segen sein.

Jeder unserer drei Gemeindebereiche hat dabei seinen noch einmal speziellen Segens-Auftrag. In unseren drei Gemeindebereichen leben ganz unterschiedliche Menschen. Die Lebenssituationen und Altersstrukturen sind
unterschiedlich. Hier brauchen die Menschen dies, dort ist jenes vonnöten. Segen sieht ganz unterschiedlich aus. Gott kennt die Herzen und hat einen guten Plan, wie er mit seinen Menschen zum Ziel kommt. Wir dürfen – und
sollen – fragen: „Herr, wo geht dein Weg lang? Was willst du, dass wir tun?“ Wir können nicht alles tun – und brauchen es auch nicht. Wir sollten das tun, was der Herr uns zu tun aufträgt. Er kennt die Herzen, er weiß, was nottut. Gott will uns mit seinen Augen leiten. Auf geht‘s: Blickkontakt!
Mehr zum Visionswochenende finden Sie im Gemeindebrief S. 10.

Gottes guter Segen ist mit Ihnen.
Gott kennt und sieht Sie, Sieht Sie an mit seinen gütigen Vateraugen.

Es grüßte Sie

Pfarrer Markus Gnaudschun