Andacht

Mai, Juni, Juli… das sind wunderbare Monate. Da gibt es den freien Tag am 01. Mai. Dann kommt alsbald der freie Tag zu Christi Himmelfahrt. Und da ist das Pfingstfest (Wir wandern in den Schwarzwald, siehe in diesem Heft). Da sind Konfirmationen und Jubelkonfirmationen. Die Grillsaison beginnt. Wenn dazu dann auch noch die Sonne lacht… Mai, Juni, Juli – wunderbare Monate.

Es kann sein, dass die ganze Zeit über noch Krieg ist, und dass die Menge der Sonne vielleicht gar zu viel und des Regens zu wenig ist, dass die Inzidenzen immer noch hoch und Brennstoffe schwindelerregend teuer sind. Aber was nützt es, auf das Schwarz der Tunnelwand statt auf das Licht an dessen Ende zu schauen?

Dankbarkeit für das, was man hat, ist der Schlüssel zum Glück.

In Psalm 42 und 43 steht ein kurzer Ruf an die eigene Seele, der mich immer wieder lockt, meinen Blick ins Helle zu wenden:

„Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“

Um diese Worte herum steht viel und schrecklich Dunkles. Das Leben… in Psalm 42 und 43 gut beschrieben, unbestechlich ehrlich in seiner Furchtbarkeit.

Aber dieser Satz bricht das Klagen (das nötig ist) auf. „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“

Durch die Tunnel des Lebens gehen mit offenen Augen. Nicht „Augen zu und durch“ (dann ist alles dunkel), sondern Augen auf und Licht gesucht. –– Lasst uns Sonnenblumen sein: Sie richten ihre Blüten immer nach dem Licht.

Es grüßt Sie Ihr Pfarrer Markus Gnaudschun