Professor Crey* aus der
„Feuerzangenbowle“ würde es so sagen:
„Advönt, Advönt, der Herre kömmt!“
Advent – warten auf die Ankunft des Herrn.
„Gönau! Als Könd ön dor Kröppe!
Danöben Maröa önd Jösef!“

Doch der Advent hat auch das andere im Blick, das ist nur wenigen bewusst: Das andere ist die Wiederkunft des Herrn.
„Ich glaube an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn… gestorben, begraben, … am dritten Tage auferstanden von den Toten. Er sitzt zur Rechten Gottes. … von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten.“

Beim zweiten Mal kommt Jesus nicht „als das Könd ön dör Kröppe“, sondern als Retter und Richter der Welt. In Matthäus 28 sagt Jesus, dass IHM alle Macht anvertraut ist, im Himmel und auf Erden. Das heißt doch nichts anderes als: Zu ihm zu gehören und auf ihn zu hören ist wichtig.

Darum sollst du so vielen Menschen wie möglich von ihm weitersagen – jede Christin und jeder Christ mit den Talenten, die ihm Gott gegeben hat. Das geht mit Worten und mit Taten – am besten aber beides und zur richtigen Zeit.

Das zweite Kommen Jesu zum Ende dieser Welt macht das 25. Kapitel des Matthäus-Evangeliums zum Thema. Im Gleichnis von den klugen und den törichten Brautjungfern (Mt 25,1-13) mahnt uns unser Herr, genügend Brennstoff in unseren Glaubenslampen zu haben. Danach im Gleichnis von den
anvertrauten Talenten (Mt 25,14-30) mahnt uns Jesus, unsere Gaben und Talente nicht zu vergraben, sondern mutig einzusetzen.

Was können Sie gut, was liegt Ihnen? Was machen Sie gerne? Unsere Talente und Gaben unterscheiden sich, aber es gibt im Grunde nichts, was nicht in irgendeiner Weise Menschen gut tun und mit Gott in Verbindung bringen könnte. Nur Mut, bringen Sie Ihre Talente ein!

Sechs Möglichkeiten benennt der Abschnitt über das Weltgericht (Mt 25,31-46), mit welchem das Kapitel über das zweite Kommen Jesu in Matthäus endet. Dort heißt es:

„Wenn der Menschensohn kommen wird […], dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.
Da wird er dann sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!
Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben.
Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben.
Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.
Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht.
Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet.“
Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. […]
Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen
geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“

Zwei der sechs Tätigkeiten haben mit Essen und Trinken zu tun, eine mit freundlicher Aufnahme und zwei mit dem weiten Feld Besuch. Diese Dinge sind so wertvoll, dass Jesus sie als Dienst für ihn und an ihm selbst bewertet.

Wo es das nicht gibt, „föhlt ötwas“, würde Prof. „Schnauz“ sagen.
Ich denk das auch.

Nach meinem geistlichen Impuls zum Thema „Lücken“ im letzten Gemeindebrief kam die eine und der andere und sagte: „Was mir im Artikel gefehlt hat: Dass die Lücken nicht ausdrücklich benannt wurden. Wo genau braucht es denn Nachwuchs am Ehrenamtsbaum? Wo tun sich Lücken auf?“

Eine große Lücke wird sich auftun, wenn Irmtraud Weiß Ende nächsten März ihre Tätigkeit im Gemeindebüro Glösa und Ebersdorf beendet. Dazu mehr in diesem Heft. Insbesondere weil sie als bezahlte Kraft vieles, was an ehrenamtlichem Engagement geschieht, organisiert, gesammelt, koordiniert hat. Vor allem auch in den oben genannten Bereichen. Manche fragen sich schon bange: Was wird aus den Kreisen, dem Gemeindebrief, den Zuarbeiten für den Besuchsdienst? – und so weiter und so fort.

Wör schaffön dös!“, würde Prof. „Schnauz“ sagen, wenn wir gemeinsam anpacken.

Momentan braucht es vor allem neue Leute im Bereich Besuchsdienst (Geburtstags- und Krankenbesuche; Besuche bei Neuzuzügen und Familien). Es braucht bald eine neue organisatorische Leitung für den Frauengesprächskreis und für das Kirchencafé.
Es wird neue Kräfte für die Redaktion und Gestaltung des Gemeindebriefs brauchen.
Die JG-Leitungsteams und das Konfiteam freuen sich immer über neue Leute – ebenso etliche andere Bereiche der Kinder-, Jugend und Familienarbeit (das Oase-Team z. B., und die Kindergottesdienstteams in Ebersdorf und Borna).
Im Bereich Gottesdienste und Veranstaltungen freuen sich die Begrüßungs-, Lesungs- und Kirchendienstler über Verstärkung. Wenn es auch im kommenden Jahr punkt5-Gottesdienste geben soll, braucht das Team mehrere neue Mitarbeiter.
Auch die Beter des Gebetskreises Ebersdorf und des Bibelgebetskreises Glösa freuen sich über „Nachwuchs“.

Womit ich bei meinem letzten Thema wäre.
Sie sagen: „Lieber Pfarrer, ich würde ja gerne, aber ich kann nicht mehr, denn ich bin alt.“ Ich antworte Ihnen: Sie haben genug getan, seien Sie getrost.
Es gibt eine Zeit der Tat und eine Zeit des Ausruhens. „Alles hat seine Zeit.“

Was Sie aber immer tun können: Zuhause in Ihrem Sessel die Hände falten und für die Gemeinde beten – für die Ehrenamtlichen und die Hauptamtlichen und ein gutes Miteinander. Beten – Sie tun damit die wichtigste Sache der Welt.

Packen wir es an! „Advönt, Advönt, der Herre kömmt!“

Ihnen einen guten Advent, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr!

Es grüßt Sie Pfarrer Markus Gnaudschun.